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Montag, 22. Dezember 2008

Video: Java Landeinsatz

Wie ich im vorletzten Log aus Singapur geschrieben habe, war der Start unseres Landeinsatzes mehr als abenteuerlich. Nichtmals für einen Toilettengang blieb noch Zeit. Keiner von unserem sechsköpfigen Team war sich sicher, alles Notwendige in die Tasche gepackt zu haben. Wie verlief unser 2-wöchiger Landeinsatz auf der Insel Java in Indonesien?

Morgens halfen jeweils zwei von uns in einer Grundschule beim Unterricht. Noémie (Schweiz) ist Lehrerin und wusste ziemlich gut, mit kleinen Kindern umzugehen. Eines Morgens fragte mich die Lehrerein, ob ich den Kindern eine Geschichte zum Thema Geduld erzählen könne. Ich hatte Handpuppen als Anschauungsobjekte zur Verfügung und versuchte mir nach dem Prinzip Einleitung-Höhepunkt-Schluss etwas auszudenken.

Da ich mich dabei aber nicht konzentrieren konnte, fand ich mich plötzlich vor gespannten Kindern wieder und überlegte mir die Geschichte in Echtzeit. Mit viel Adrenalin gelang es nun besser. Das war Stress pur!

Nach dem Mittagessen in unserer Gastgeberfamilie nahmen wir uns so oft es ging Mittagsruhe mit ansprechender Teamzeit, d.h. Austausch, Bibellese/Singen, Gebet und Programmvorbereitung. Abends dann wurden wir von unseren Gastgebern meist zu verschiedenen Gemeinden gebracht. Dort sprachen wir über verschiedene Themen, führten Theaterstücke auf und teilten auch durch Interaktion mit den Gästen unseren Glauben. Unser Ziel bei jedem Programm war es, die Leute zu gelebtem Glauben herauszufordern und sie zu ermutigen. Ein anwesender Schulleiter war so begeistert von einem Programm, dass er uns für den nächsten Tag zu einer Wiederholung in seiner Highschool einlud. Andere Male fielen jedoch Programme weg, es änderten sich inhaltliche Anforderungen oder Zeiten voerschoben sich durch Fehlkommunikation. So kam es, dass wir oft unseren eigenen Plan völlig über den Haufen werfen mussten. Jeder aus unserem Team setzte sich mit seinen Begabungen voll ein, um das Beste aus der Zeit zu machen, die uns zur Verfügung stand.

Folgende Doulos-Grundsätze halfen uns, mit mit allen Umständen klarzukommen:

  1. "Be flexible!" Stets bereit sein, umzudenken und spontan zu handeln.
  2. "Trust God!" Sich auf die Versprechen Gottes verlassen, die er seinen Kindern fest zugesagt hat.
  3. "Forgiven!" Fehler bekennen, wieder aufstehen und weitergehen. Ebenso anderen vergeben.

Wir erlebten Einheit und erfuhren, dass überall da, wo unsere Möglichkeiten aufhörten, Jesus den Rest dazu gab. Im zweiten Korintherbrief Kapitel 12,9 steht: "meine Kraft ist in den Schwachen mächtig". So gerieten halb gepackte Reisetaschen, Fehlkommunikation, Müdigkeit und auch zu kurze Planungszeit in den Hintergrund.

Für mich gibt es nichts schöneres als mich in Jesus geborgen zu wissen, egal in welcher Situation ich mich befinde. Deswegen gibt es auch etwas zu feiern an Weihnachten. Frohe Weihnacht und viel Spaß mit unserem Teamvideo!

Sonntag, 7. Dezember 2008

Rückkehr Java Landeinsatz


Nach über 24 Stunden Rückreise vom Java-Landeinsatz (Indonesien - Singapur) habe ich erst nochmal im Buchladen gearbeitet, bevor ich vorgestern einen freien Tag hatte.

Ich muss schon zugeben, dass ich immernoch ganz schön schlapp bin. Hinter uns liegt eine unglaublich schöne Zeit, in der unser sechsköpfiges Team stark zusammengewachsen ist und in der wir gemeinsam durch gegenseitige Ergänzung viel zustande bringen konnten. Insgesamt habe ich sechs Gigabyte Videomaterial auf gute drei Minuten zusammengeschrumpft und die solltet ihr euch nicht entgehen lassen! Das Video stelle ich mit meinem nächsten Logbucheintrag bereit. (Wer heute in Winterborn im Gottesdienst war ist klar im Vorteil:-)

Während meiner Abwesenheit haben ja auch schon einige an meiner Umfrage rechts teilgenommen. Ich hoffe, dass ihr in den letzten Tagen noch die Chance nutzt, teilzunehmen. Wer überzeugt ist, die richtige Antwort zu geben, schreibe mir zusätzlich eine Mail!

Montag, 17. November 2008

Hals über Kopf nach Java

Plötzlich klingelte das Telefon. "Hallo Daniel, gehörst du zum Java A-Team? Euer Team verlässt das Schiff in zehn Minuten!"

Wie bitte? Heißt das, ich habe zehn Minuten Zeit, um meine Tasche für den zweiwöchigen Landeinsatz zu packen? Ja, ich hatte richtig gehört! Heute Morgen hatten wir vor Singapur geankert und gerade waren die Zollbeamten an Bord, um unsere Pässe zu kontrollieren. Aus logistischen Gründen musste die Entscheidung getroffen werden, unser sechsköpfiges Team einen Tag früher auszusenden. Die Kleidung und alle Utensilien stopften wir einfach nur in unsere Tasche. Die hälfte meiner Kleidung war gerade noch in der Wäscherei. Jemand half mir dabei, meine Kleidung in den Wäschebergen ausfindig zu machen.

Plötzlich fand ich mich auf einem Schnellboot wieder, gemeinsam mit den Zollbeamten ging es etwa eine halbe Stunde durch den riesigen Hafen von Singapur. Gerade befinde ich mich schon in der OM-Niederlassung, im 10. Stock eines Hochhauses. (Normalerweise hätte ich gerade an Bord gemütlich Abendbrot gegessen)

Per Fähre, Zug und Flugzeug geht es morgen nach Indonesien zur Insel Java. Hauptsächlich werden wir Kinder- und Jugendprogramme u.a. in Schulen veranstalten.

Für die Zeit meiner Abwesenheit habe ich auf der rechten Seite des Logbuchs eine Umfrage eingerichtet. Wer überzeugt ist, die richtige Antwort zu geben, der schreibe mir zusätzlich eine E-Mail. Ich überlege mir eine kleine (!) Belohnung! Am 4. Dezember sind wir wieder zurück. Bis bald...