Wie ich im vorletzten Log aus Singapur geschrieben habe, war der Start unseres Landeinsatzes mehr als abenteuerlich. Nichtmals für einen Toilettengang blieb noch Zeit. Keiner von unserem sechsköpfigen Team war sich sicher, alles Notwendige in die Tasche gepackt zu haben. Wie verlief unser 2-wöchiger Landeinsatz auf der Insel Java in Indonesien?
Morgens halfen jeweils zwei von uns in einer Grundschule beim Unterricht. Noémie (Schweiz) ist Lehrerin und wusste ziemlich gut, mit kleinen Kindern umzugehen. Eines Morgens fragte mich die Lehrerein, ob ich den Kindern eine Geschichte zum Thema Geduld erzählen könne. Ich hatte Handpuppen als Anschauungsobjekte zur Verfügung und versuchte mir nach dem Prinzip Einleitung-Höhepunkt-Schluss etwas auszudenken.
Da ich mich dabei aber nicht konzentrieren konnte, fand ich mich plötzlich vor gespannten Kindern wieder und überlegte mir die Geschichte in Echtzeit. Mit viel Adrenalin gelang es nun besser. Das war Stress pur!
Nach dem Mittagessen in unserer Gastgeberfamilie nahmen wir uns so oft es ging Mittagsruhe mit ansprechender Teamzeit, d.h. Austausch, Bibellese/Singen, Gebet und Programmvorbereitung. Abends dann wurden wir von unseren Gastgebern meist zu verschiedenen Gemeinden gebracht. Dort sprachen wir über verschiedene Themen, führten Theaterstücke auf und teilten auch durch Interaktion mit den Gästen unseren Glauben. Unser Ziel bei jedem Programm war es, die Leute zu gelebtem Glauben herauszufordern und sie zu ermutigen. Ein anwesender Schulleiter war so begeistert von einem Programm, dass er uns für den nächsten Tag zu einer Wiederholung in seiner Highschool einlud. Andere Male fielen jedoch Programme weg, es änderten sich inhaltliche Anforderungen oder Zeiten voerschoben sich durch Fehlkommunikation. So kam es, dass wir oft unseren eigenen Plan völlig über den Haufen werfen mussten. Jeder aus unserem Team setzte sich mit seinen Begabungen voll ein, um das Beste aus der Zeit zu machen, die uns zur Verfügung stand.
Folgende Doulos-Grundsätze halfen uns, mit mit allen Umständen klarzukommen:
- "Be flexible!" Stets bereit sein, umzudenken und spontan zu handeln.
- "Trust God!" Sich auf die Versprechen Gottes verlassen, die er seinen Kindern fest zugesagt hat.
- "Forgiven!" Fehler bekennen, wieder aufstehen und weitergehen. Ebenso anderen vergeben.
Für mich gibt es nichts schöneres als mich in Jesus geborgen zu wissen, egal in welcher Situation ich mich befinde. Deswegen gibt es auch etwas zu feiern an Weihnachten. Frohe Weihnacht und viel Spaß mit unserem Teamvideo!
