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Sonntag, 18. April 2010

Eingespielt in Carlisle

Viele Fassetten meines Einsatzes haben sich geändert, seitdem ich das letzte Halbjahr in England verbringe. Die Zahl meiner Mitbewohner hat sich um das Hundertfache auf 3 Leute verkleinert. Das Team wohnt verstreut in der Stadt und der Hauptteil unserer Arbeit findet im Büro statt. Das Ziel unseres Dienstes ist die Unterstützung der in der Welt verstreuten Mitarbeiter, die sich mit wenigen Mitteln alleine oder in meist kleineren Teams den Nöten widmen und meist unter einfacheren Umständen leben.

Online-Fotoalbum: Carlisle/Schottland/Marytown

Die Eingewöhnung an die neuen Umstände fiel mir relativ einfach, da ich mit dem ICT-Team von der Doulos aus schon zusammen gearbeitet habe, meine Gaben und die Erfahrungen von der Doulos investieren kann und weil die Zusammenarbeit einfach Spaß macht. Dafür bin ich sehr dankbar…

Dienstag, 21. April 2009

IT-Büro und Bubble Tea

Es wird asiatischer... Gerade befinde ich mich in Kaohsiung, Taiwan. Fast keiner spricht hier Englisch! Wir haben über dreißig Übersetzer an Bord, die genau wie wir auf freiwilliger Basis im Buchladen und in allen Programmen aushelfen... In der Stadt liest sich alles in chinesischen Schriftzeichen, nur auf Straßenschildern stehen zusätzlich englische Namen.

Die ersten Wochen im Hafen habe ich für Bridget (Australien) im IT-Büro gearbeitet. Durch die Administrationsrechte konnte ich vieles tun und mich in die verschiedenen Systeme an Bord einloggen. Interessant war es vor allem mit unserem Onboard-Satelliten zu arbeiten.

Im Buchladen haben wir jetzt vier Flachbildschirme, auf denen Infos gezeigt werden! Eine sinnvolle Spende eines Taiwanesen! Ich habe die aus dem IT-Büro mitgenommen und bin nun für das System und die Schulung der anderen im Buchladen verantwortlich.

Dies ist meinem Team, mit dem ich ein Programm in einer jungen Studentengmeinde durchführte. Vier Leute meines Teams sind neue Crewmitglieder seit Februar. Kaitlyn (USA) hat Bubble Tea in der Hand. Das ist eiskalter Tee mit Milch und gelatineartigen Kugeln. Funktioniert nur mit dickem Strohhalm und schmeckt ziemlich gut! Das Getränk gibt es auch schon in anderen Ländern. Wann wird Deutschland von der Bubble Tea-Welle erreicht?

Dienstag, 17. März 2009

Manila - Milch und Brot für Straßenkinder

Manila ist die Hauptstadt der Philippinen, im Stadtkern leben insgesamt 1,7 Millionen Menschen. Viele kommen von abgelegenen Dörfern und Provinzen in der Hoffnung, hier Arbeit zu finden. Eine Großzahl der Einwohner lebt in totaler Armut:

Sie übernachten mit der ganzen Familie und ihrem Baby draußen auf dem Boden. Manche bauen Hütten an Hausfassaden oder andere Hütten an. Sie bestehen aus Holz-, Plastik- und Blechmaterialien und können jederzeit abgerissen werden, denn sie stehen auf öffentlichem Grund! Wer Glück hat, mietet eine Wohnung im Betonhochhaus und damit auch einen Wasserhahn und eine Toilette. Oft teilen sich zwei Familien eine Wohnung. In einem solchen Hochhaus (auf dem sogen. "Smokey Mountain") kam ich mit einem Alkoholiker ins Gespräch und um es fortführen zu können lud dieser mich in seine Wohnung ein.

Nebenan hat eine lokale Gemeinde eine Wohnung gemietet und zur Kinderbibliothek umfunktioniert. Mein Team gestaltete dort gerade eine Kinderstunde. Die Frau des Pastors ist Lehrerin und bringt Kindern das Lesen und Schreiben bei, die nicht (mehr) zur Schule gehen. Einer ihrer ehemaligen Schüler ist sechzehn und hilft nun selber mit.

Fotoalbum: Milch und Brot für Straßenkinder

Das Pastoren-Ehepaar hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, den Straßenkindern morgens warme Milch und Brot zu bringen. Gestern gehörte ich zu einem Team, das die jungen Leute der Gemeinde dabei unterstützte. Wir brachen schon vor Sonnenaufgang um fünf Uhr morgens auf, da auf den Straßen Manilas später sonst kein Durchkommen mehr ist. Dies wurde für mich zum intensivsten und schönsten Kurzeinsatz, an dem ich je beteiligt war! (s. Fotoalbum)

Um das Bild von Manila zu vervollständigen, muss ich aber auch noch den Reichtum erwähnen: Manila hat gleichzeitig auch viele Einkaufshäuser (Shopping Malls), die innen gigantischer, moderner und sauberer sind als alles, was ich je zu Hause gesehen habe. Für Menschen mit Kapital ist hier alles verfüg- bzw. kaufbar. In der "Mall of Asia" - dem drittgrößten Einkaufshaus der Welt - gibt es neben Massage-Center und HD-TV beispielsweise auch eine Eislaufbahn, eine Hüpfburglandschaft und einen Kinopalast. Hat man die Sicherheitskontrolle am Eingangsbereich einmal passiert, könnte man fast vergessen, dass die wirkliche Welt da draußen ganz anders aussieht.

Samstag, 7. März 2009

Alles essbar!

Achtung- der Inhalt dieses Beitrages ist nicht für Kinder unter 16 Jahren geeignet! Anklicken des Bildes auf eigene Gefahr.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich einfach nur mal festhalten, was ich schon alles gegessen habe:

  1. Balut (Philippinen, Iloilo Landeinsatz, siehe Foto rechts)
  2. Getrocknete Insekten (In meiner neuen Kabine, mit freundlicher Genehmigung von Andrew aus Kenia)
  3. Hund (Indonesien, Java Landeinsatz)
  4. Fischkopf (Malaysia, Gemeindebesuch)

Na, Appetit bekommen? :-)