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Freitag, 14. Mai 2010

VIDEO – Doulos schreibt Geschichte

Nicht nur die Mitarbeit an Bord der Doulos ist für die meisten Leute lebensverändernd gewesen, selbst der Besuch des Schiffes führte dazu, dass täglich Lebensgeschichten neu geschrieben wurden. Ich habe es erlebt!

Menschen anderer Religionen - sogar leitende Persönlichkeiten - bemerkten, dass ein besonderer "Geist" über diesem Schiff liegt. In den meisten Häfen sprachen Regierungen uns offizielle Einladungen aus, wieder zu kommen. Ingenieure und Seeleute wunderten sich jedes Jahr, dass unser Schiff seetauglich blieb.

Über 21 millionen Menschen sind allein in den letzten 32 Jahren an Deck gekommen um Literatur zu kaufen, die internationale Crew zu treffen und unsere Programme zu besuchen. Gott segnete dieses Schiff, und viele Menschen wurden dadurch auf ihn aufmerksam...

Gerne erzähle ich jedem Interessierten mehr von dem Wirken Gottes, auch von wunderhaften Bewahrungen und Reperaturen. Und es geht weiter mit der Logos Hope... mail@danielslogbuch.de!

Montag, 29. März 2010

Carlisle

Angekommen an meinem neuen Einsatzort in England. Carlisle liegt 16 km entfernt von der schottischen Grenze; nicht weit vom Lake District, dem überall bekannten Naturschutzgebiet. Anders als in Hafengebieten gibt es hier jede Menge Natur, was ich sehr schätze!

Ich bin in eine Wohnung eingezogen, in der meine neuen Teamkameraden Tim aus Deutschland und Leon (USA) wohnen. Leon kannte ich schon von der Doulos, da er zur Unterstützung der IT zwei mal an Bord gekommen ist. Leon hat mir als Willkommensgeschenk sein altes Fahrrad übergeben, das zwar ein bisschen eiert, aber ansonsten direkt einsatzbereit war und mit dem ich jetzt zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren kann.

Mein neues Einsatzfeld ist die internationale Zentrale von OM. Von hier aus werden die Büros und Einsätze in über 100 Ländern weltweit unterstützt. Der internationale Direktor von OM, Peter Maiden, sowie der Direktor der Schiffsarbeit Peter Nicol sitzen hier, außerdem z.B. das Member Care-Team (Mitarbeiter-Seelsorge und -Schulung), Finanzen, OMNIvision (OM News and Information - Videoproduktion) und last but not least - die IT-Abteilung. Da ich von der Doulos komme, habe ich hier ein spezielles Projekt erhalten und berichte davon bald.

Jetzt bin ich nicht mehr ganz so weit entfernt. Liebe Grüße!WorldmapDanielUK

Samstag, 20. März 2010

VERKAUFT – 96 Jahre Geschichte

Medina 5  fixed Ein Moment, auf den viele gewartet haben: Klarheit über die Zukunft des Schiffes. Wird man es verschrotten oder ein historisches Museum daraus machen?

Gestern, am 19. März 2010 ist die Doulos an einen christlichen Geschäftsmann in Singapur übergeben worden, der dafür 1,5 Millionen Euro gezahlt hat.SHP00122

Da ich selbst fast bis zu den letzten Tagen an Bord gewesen bin, habe ich mit erlebt, wie falsch in öffentlichen Medien berichtet wurde. So wurde schon vor zwei Monaten Berichte in die Welt gesetzt, wir wären verkauft gewesen! Abandon Ship Drill032-1Dass es viele interessierte Käufer gegeben hat, ist aber wahr. Viele Interessenten wollten die alte Dame nur wegen ihres Metallwertes kaufen (Recycling), andere wollten die Seele der Doulos aber erhalten und sehen einen unglaublichen historischen Wert wegen ihres Baujahres und ihrer Geschichte.

doud16744Was der Singapurianer Eric Saw mit dem Schiff vor hat und ob wir es beispielsweise zu seiner 100 Jahr-Feier in 2014 besuchen könnten, geht aus dem Pressebericht hervor.

Freitag, 20. November 2009

ENDE der Seefahrt!

SCHOCK LASS NACH: Wir stellen unseren Dienst ein!

Während wir im Trockendock umfassende Arbeiten am Schiff selbst und an unserem Equipment durchführten, untersuchten unabhängige Prüfer die Doulos für die anstehende Verlängerung unseres Passagierschiff-Zertifikates. Das Ergebnis: Wir können den Hafen Singapur nicht wieder verlassen!

Doulos im Trockendock

Ein Ausschnitt aus der offiziellen Pressemitteilung erklärt, warum diese Entscheidung vorgestern getroffen wurde: (übersetzt)

“Ersten Angaben zufolge würden die anstehenden Arbeiten über zehn Millionen Euro kosten und fünf Monate dauern. Das Leitungsteam von OM Ships und der Vereinsvorstand sehen es als unangemessen an, Ausgaben in dieser Höhe in das Schiff zu investieren, da der Dienst der Doulos zeitlich befristet sein würde.

Peter Nicoll, Geschäftsführer von OM Ships International sagt: „Das Ergebnis all dessen ist, dass es nicht möglich ist, den Dienst der Doulos fortzuführen. Keiner von uns hat das erwartet und es hat ernsthafte Konsequenzen für jeden an Bord, für diejenigen, die im Januar auf das Schiff kommen wollten und für die Häfen, die wir besuchen wollten.” (…)

Das Schiff mit den höchsten Schifffahrtsbedingungen konform zu halten, ist eine wesentliche Herausforderung der vergangenen Jahre gewesen. Dies ist ein bemerkenswertes Zeugnis an die Professionalität und Hingabe des technischen Personals der gemeinnützigen Organisation, sodass das Schiff bis heute alle Schifffahrtsbedingungen erfüllen konnte.

Geschäftsführer Peter Nicoll erklärt: „Wir anerkennen Gottes Treue während dieser 32 Jahre des wunderbaren Dienstes dieses Dieners – Doulos – als einen bemerkenswerten Teil von OM, mit über 600 besuchten Häfen in über 100 Ländern. Die Leben vieler, von Besuchern wie auch von Mitarbeitern an Bord, wurden grundlegend verändert.””

Ja, es kam überrascht, nicht nur für mich. Als Besatzung haben wir den Prozess hautnah miterlebt. Im Trockendock arbeiteten wir täglich zehn Stunden für die Zukunft des Dienstes der Doulos. Dauernd stand die Frage im Raum: Lohnt es sich, diese Arbeit noch auszuführen? Es gibt zwei Gründe dafür, trotzdem sein Bestes zu geben: Erstens könnte das historische Schiff für einen anderen Zweck gekauft werden und zweitens freut sich Gott, wenn wir unserer Verantwortung gerecht werden, die er uns übertragen hat.

An meinem Einsatz wird sich nun viel ändern. Mehr Informationen dazu bald hier…

Samstag, 20. Dezember 2008

TV-Produktion auf der Doulos

Sozusagen als Weihnachtsspecial für die freien Tage zu Hause möchte ich nun das Rätsel lösen, an dem ihr euch während meines Landeinsatzes auf der indonesischen Insel Java beteiligt habt.

Die Mehrzahl wahr beim Tippen eher pessimistisch und kann sich nicht wirklich vorstellen, dass auf der Doulos eine TV-Serie produziert wird. Und doch wussten fünf Leute die richtige Antwort: Seit 2008 wird von dem süddeutschen Fernsehsender L-TV regelmäßig ein Kurzbericht über das Leben an Bord der MV Doulos ausgestrahlt. Aber nicht nur das, auch auf der neuen Logos Hope wird gedreht!

Für jeden, der L-TV nicht empfangen kann, stehen alle Episoden zum Anschauen auf der Hompage des Fernsehsenders bereit. Dazu klicke auf die Grafik "an Bord".

Hier nun noch ein paar interessante Details zur Produktion: Der Mann, der im Gesamtprojekt die Fäden zieht, ist Salomon Diether, auf dessen geniale Homepage ich in meinem vorletzten Logbucheintrag hingewiesen habe. Er schläft 40 cm entfernt von mir im anderen Teil unserer Großraumkabine. Nach dem Dreh geschieht dort der Rohschnitt unserer Videomaterialien, welche dann von L-TV finalisiert und ausgestrahlt werden. Salomon kommt aus Deutschland und ist einer der Verantwortlichen für Audio- und Videotechnik an Bord.

Es ist ja schon fast so, als würdet ihr mich an Bord besuchen können! Zurzeit befindet sich die Doulos in der malaysischen Hafenstadt Kuching und wird dort bis Neujahr ankern.

Was läuft wohl so in Deutschland über die Jahreswende? Auf der Doulos wird zuerst Weihnachten sehr international geprägt gefeiert mit vielen musikalischen Beiträgen. Allen, die in diesen Tagen Jesu Geburtstag mitfeiern, wünsche ich ein frohes Fest!

Freitag, 29. August 2008

Logbuch nicht erreichbar?!

Hallo zusammen,

von mehreren Personen ist mir berichtet worden, dass mein Logbuch öfter nicht erreichbar ist, wenn man die bekannte Internetadresse eingibt: www.danielslogbuch.de (Muss mit und ohne www funktionieren) Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich die Adresse bei einem Billiganbieter registriert habe, dessen Server nicht vernünftig arbeiten.

Dennoch gibt es folgende Möglichkeiten, auf mein Logbuch zuzugreifen:

  1. Seitenaufruf mehrmals wiederholen, bei mir hat es nur vier mal gebraucht.
  2. Folgende Adresse verwenden: http://danielslogbuch.blogspot.com
  3. Die in Punkt 2 genannte Adresse in die Favoriten eintragen.

Fürs Erste ist das ja schon mal eine Lösung. Ich hoffe, dass sich das Problem bald auch richtig beheben lässt...

Liebe Grüße,
Daniel

Dienstag, 17. Juni 2008

Was mich bald erwartet - Ein Überblick

Liebe Freunde,

im aktuellen Gemeindebrief der Ev. Kirchengemeinde Nümbrecht ist ein Interview abgedruckt, in dem unser Jugendreferent Stefan Pentzek ein paar Fragen zu meinem Auslandseinsatz stellt. Es fasst das Vorhaben ganz gut zusammen, weshalb ich damit mein Logbuch offiziell eröffne.

Gruß, Daniel

"Immer wieder einmal lassen sich junge Leute zu einem missionarischen Dienst außerhalb des „sicheren“ Gemeindebootes herausfordern. Ab Ende August wird Daniel Mombartz mit der Missionsgesellschaft OM (Operation Mobilisation) einen 2-jährigen Missionseinsatz auf der MV DOULOS machen. Dazu hat Stefan Pentzek ihm einige Fragen gestellt.

1.) Daniel, erzähl uns kurz, was die DOULOS für ein Schiff ist und was eigentlich damit für ein Dienst getan wird.
Die DOULOS hat einen riesigen Büchermarkt an Bord, für den sie überall auf der Welt bekannt ist. Menschen, die sonst keine oder nur wenig Chancen auf Bildung haben, können auf dem Schiff essenzielle, wissenschaftliche und auch christliche Literatur zu einem Bruchteil ihres Preises kaufen. Die Schiffsbesatzung stellt sich in jedem Land auf die jeweiligen Bedürfnisse ein und leistet Dienste zur interkulturellen Verständigung, schult Menschen für ein hoffnungsvolleres Leben oder leistet ganz praktische Hilfe.

2.) Was ist deine Motivation, einfach einmal 2 Jahre deiner Zeit dieser Arbeit zur Verfügung zu stellen?
Nach der Beendigung meiner Ausbildung zum Fachinformatiker möchte ich herausfinden, ob ich später lieber acht Stunden pro Tag dem Wirtschaftsapparat dienen möchte oder direkt den Menschen. Während der Zeit hoffe ich mich also mit meinen Gaben entfalten zu können und mir über Gottes Willen für meine Zukunft klar zu werden. Denn wofür er mich geschaffen hat, das wird mich am meisten erfüllen.

3.) Was wird dich auf dem Schiff erwarten, welche Dinge wirst du wahrscheinlich tun?
Ich werde mich zuerst in ein 320 Mann starkes Team einfinden, das aus über 50 verschiedenen Nationen zusammengestellt ist. Dort übe ich mich dann in der Verständigung auf Englisch, während ich anfangs als Matrose auf Deck, im Maschinenraum oder in der Küche arbeite. Später werde ich wahrscheinlich in die Computerabteilung gehen, da ich dort wegen meiner Ausbildung am besten dienen kann.

4.) Wie geht es jetzt weiter, wann reist du genau ab und wohin?
Ich werde nach meinem Abschluss erst mal einen zweiwöchigen Kurzzeiteinsatz in Moldawien machen. Dies ist für alle Einsatzteilnehmer Pflicht, damit sichergestellt ist, dass sie für diese Art von Arbeit geeignet sind. Danach werde ich so viel wie möglich noch mit Freunden unternehmen. Am 19. August reise ich aus nach Holland, wo die „Global Orientation“-Konferenz stattfindet. Dort werde ich mit anderen Leuten von OM auf den Einsatz im Ausland vorbereitet. Ende August komme ich dann auf das Schiff, welches zu dieser Zeit in Australien/Sydney ankern wird.

5.) Welche Unterstützung wünschst du dir von uns als Gemeinde für diese Zeit?
Alle Mitarbeiter auf dem Schiff, den Kapitän eingeschlossen, arbeiten finanziert über persönliche Spenden. Auch für meine Arbeit werden Spenden gebraucht. Neben moralischer Unterstützung über Briefe und Mails würde ich mich sehr freuen, wenn ihr im Gebet hinter mir steht! Es wird sicherlich nicht immer alles glatt laufen. Von Erfahrungsberichten weiß ich: Gebet macht den Unterschied!

Vielen Dank, Daniel, wir wünschen dir Gottes Segen und Bewahrung für diese Zeit!

Daniel Mombartz wird am 17. August im Gottesdienst in Winterborn ausgesandt. Wer Daniel unterstützen möchte, bekommt dort (oder auch bei Jugendreferent Stefan Pentzek) genauere Informationen."

Dienstag, 29. April 2008

Online-Fotoalben zu meinen Erlebnissen

Liebe Freunde,

zusätzlich zu meinen Einträgen im Logbuch möchte ich euch regelmäßig auch ein paar Bilder von meinen Erlebnissen zugänglich machen. Hier im Logbuch werde ich immer nur zu dem jeweils aktuellen Online-Bildalbum verlinken. Wenn ihr aber einmal auf der Albumseite seid, könnt ihr von dort aus auch alle anderen Alben ansehen.

Jungschar-Erinnerungen
Den Anfang mache ich mit Erinnerungen an die schöne Zeit mit den Kindern aus meiner Jungenjungschar im CVJM Winterborn. Hier seht ihr ausgewählte Bilder, die ich während meiner Mitarbeit im CVJM mit einer Fujifilm F10 geschossen habe.

Gruß,
Daniel