
Während dieser Logbucheintrag vom Server freigeschaltet wird, bin ich bereits in Geelong bei Melbourne angekommen. Die schnelllebige Zeit hat begonnen! Kaum habe ich die GO Conference hinter mir, befinde ich mich schon im nächsten Seminar, dem Preshiptraining. Hier bekommen wir größtenteils Sicherheitsschulungen (Feuerbekämpfung, wie springe ich sicher von Bord, wie drehe ich alleine eine Rettungsinsel um), aber auch geistliche Themen und ärztliche Untersuchungen sind mit von der Partie.
Zurückblickend auf die GO Conference beschäftigt mich noch folgendes: Ein Bild von Missionaren ist, dass sie besonders heilige oder geistliche Menschen seien. Missionare sind aber normale Leute, die wie andere auch mit so manchem Problem zu kämpfen haben. Vielleicht können sie damit aber ehrlicher umgehen. Sie bringen Probleme zur Sprache und bewältigen sie durch Gespräch und Gebet. Im letzten Logbucheintrag berichtete ich darüber. Was dabei immer wieder erstaunt, sind die Erzählungen darüber, wie Gott scheinbar unmögliche Dinge möglich gemacht hat. Für mich ist das Beste bei einer Konferenz wie dieser zu hören, was Menschen in ihrem Leben schon alles mit Gott erlebt haben.
Die letzte fesselnde Geschichte hat eine Südafrikanerin erzählt, die mit dem Auto in Bosnien auf einer abgelegenen Straße aufgesetzt war. Sie hatte zuvor von Beamten die Anweisung bekommen, die kleine Straße zu umfahren. Nachdem die Frau zusammen mit ihrer Beifahrerin vergeblich versucht hatte, den Wagen frei zu bekommen, entschlossen sie sich, zu Fuß zurückzugehen und die Beamten um Hilfe zu bitten. "Zufällig" kamen diese da auch schon vorbei. Nach einer wohlverdienten Moralpredigt halfen die Männer schließlich. Später erfuhr die Frau, dass sie bei dem Versuch, den Wagen zu schieben, im Minenfeld gestanden habe. Gott beschützt seine Kinder auch, wenn sie mal ungehorsam sind. Er steht zu seinem Wort. Das ist Gnade!