Posts mit dem Label GO Conference werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label GO Conference werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 2. September 2008

take-off


Während dieser Logbucheintrag vom Server freigeschaltet wird, bin ich bereits in Geelong bei Melbourne angekommen. Die schnelllebige Zeit hat begonnen! Kaum habe ich die GO Conference hinter mir, befinde ich mich schon im nächsten Seminar, dem Preshiptraining. Hier bekommen wir größtenteils Sicherheitsschulungen (Feuerbekämpfung, wie springe ich sicher von Bord, wie drehe ich alleine eine Rettungsinsel um), aber auch geistliche Themen und ärztliche Untersuchungen sind mit von der Partie.

Zurückblickend auf die GO Conference beschäftigt mich noch folgendes: Ein Bild von Missionaren ist, dass sie besonders heilige oder geistliche Menschen seien. Missionare sind aber normale Leute, die wie andere auch mit so manchem Problem zu kämpfen haben. Vielleicht können sie damit aber ehrlicher umgehen. Sie bringen Probleme zur Sprache und bewältigen sie durch Gespräch und Gebet. Im letzten Logbucheintrag berichtete ich darüber. Was dabei immer wieder erstaunt, sind die Erzählungen darüber, wie Gott scheinbar unmögliche Dinge möglich gemacht hat. Für mich ist das Beste bei einer Konferenz wie dieser zu hören, was Menschen in ihrem Leben schon alles mit Gott erlebt haben.

Die letzte fesselnde Geschichte hat eine Südafrikanerin erzählt, die mit dem Auto in Bosnien auf einer abgelegenen Straße aufgesetzt war. Sie hatte zuvor von Beamten die Anweisung bekommen, die kleine Straße zu umfahren. Nachdem die Frau zusammen mit ihrer Beifahrerin vergeblich versucht hatte, den Wagen frei zu bekommen, entschlossen sie sich, zu Fuß zurückzugehen und die Beamten um Hilfe zu bitten. "Zufällig" kamen diese da auch schon vorbei. Nach einer wohlverdienten Moralpredigt halfen die Männer schließlich. Später erfuhr die Frau, dass sie bei dem Versuch, den Wagen zu schieben, im Minenfeld gestanden habe. Gott beschützt seine Kinder auch, wenn sie mal ungehorsam sind. Er steht zu seinem Wort. Das ist Gnade!

Freitag, 29. August 2008

Ready for take-off

Nach zehn Tagen Global Orientation (GO-)Conference in De Bron/Holland möchte ich mit diesem Logbucheintrag festhalten, dass mein Einsatz begonnen hat und es mir bisher ziemlich gut ergangen ist:-) Anders als ich es mir bisher vorgestellt hatte, kommen hier ca. 300 Mitarbeiter aus der ganzen Welt zusammen und nicht nur jene aus dem deutschsprachigen Raum. Nicht alle gehen in großen Teams, einige arbeiten auch nur zu dritt in der Fremde. Gerade für diese Mitarbeiter ist es gut zu sehen, dass sie nicht alleine sind. In Seminaren, Workshops, Predigten und Gebetszeiten geht es darum, sich auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

Ein großes Gewicht liegt auf Teamleben und interkultureller Verständigung, da viele in bunt gemischten Teams sehr eng zusammenarbeiten werden. Am intensivsten wird dies auf den Schiffen sein, denn hier lebt man Tag und Nacht auf kleinem Raum zusammen. Das Programm ist ziemlich straff, aber so gut durchgeplant und gestaltet, dass man die Lust nicht daran verliert. Dan und Suzie Potter (US) mit dem Künstlernamen Duzie lockern das Programm durch Lachmuskelmassage auf. Manchmal haben wir uns außerdem schief und krumm gelacht, weil aus den hinteren Reihen zwei Amerikaner zwischendurch ein unüberhörbar lautes "YEEEEAH!" einwarfen. Bei den vielen ernsten Inhalten sind es vor allem die Menschen hier, warum ich mich einfach nur wohl fühle.

Auf Englisch zu beten ist noch ganz ungewohnt. Apropos Gebet: Es ist einfach nur schön, wenn Leute, die sich vorher nicht kannten, zusammenstehen und füreinander oder miteinander beten; ein Foto aus meinem Online-Fotoalbum zeigt eine Inderin mit einem Amerikaner.

Am dritten Abend bin ich nach der Worshipzeit (worship = gesungenes Gebet) noch sitzen geblieben, um das Erlebte und Gehörte Revue passieren zu lassen. Nach einer Weile kam der Leadsänger, ein Mexikaner, auf mich zu und fragte, wie es mir gehe und was mich beschäftige. Ich hatte es mir nicht vorgenommen, aber es entwickelte sich daraus schnell ein für mich gutes und stärkendes Gespräch.

Gestern habe ich erfahren, dass OM Deutschland die DOULOS-Leute auf zwei Flüge aufgeteilt hat. Ich gehöre zu Gruppe zwei und fliege nicht wie ursprünglich gedacht über Kuala Lumpur (Malaysia), sondern habe meinen Zwischenstop in Honkong. Das ist ja auch nicht schlecht! :-)

Wenn wir in Australien beim Preshiptraining ankommen, werden wir keine oder nur wenige Möglichkeiten haben, ins Internet zu gehen. Außerdem ist das dortige Programm auch sehr straff geplant. Deshalb kann es sein, dass ich mich bis Ende September nicht schriftlich melde. Ich bin mir aber sicher, dass es eine gute Zeit werden wird. Bis dahin...