Wow, wie die Zeit rennt... Gerade erst die Ausbildung abgeschlossen und schon gehts weiter. Die letzten Monate sind für mich wie im Flug vergangen. Für die kommende Zeit gab es noch so viel vorzubereiten: Da musste das Visum beantragt werden, damit die Einreise nach Australien klappt. Impftermine mussten geplant und wahrgenommen werden. Jede Menge Formalien mit dem Kreiswehrersatzamt, der Versicherung und natürlich der Zentrale von OM habe ich bereits erfolgreich hinter mich gebracht. Seit Donnerstag bin ich außerdem im Besitz eines internationalen Führerscheins in der Klasse BE. Und dann kommen da noch Vorbereitungen für den Kurzzeiteinsatz in Moldawien hinzu.
Bevor man sich in eine längerfristige Arbeit investiert, muss man bei OM einen Kurzzeiteinsatz absolviert haben. Vor einem halben Jahr hatte ich die Infobroschüre für 2008 in der Hand und stieß auf folgende Beschreibung:
"MOLDAWIEN, Osteuropa, früher kommunistisch, heute das ärmste Land Europas. Die Menschen arbeiten hart, das Leben in den Dörfern ist mühsam. Einsätze werden in internationalen Teams in den Dörfern stattfinden – unter einfachsten Bedingungen. Zugleich ist es inmitten all der Hoffnungslosigkeit wunderbar zu sehen, wie Gott sein Reich baut. Du hast die einmalige Möglichkeit mit einheimischen Geschwistern und Gemeinden Kontakt zu haben und zu leben. (...)"
Diese Einsatzbeschreibung hat mich total angesprochen. Da ich die Global Challenge-Kosten selber finanziere, fielen einige andere Einsätze sowieso raus. Außerdem wollte ich nicht wieder den Wohlstand bzw. die westliche Kultur sehen. Ich wollte meine Augen mal für den größeren Teil der Weltbevölkerung öffnen. Und mich interessiert die Lebendigkeit mancher Gemeinden bzw. Christen in armen Ländern. Gott ist weder durch Wohlstand, noch durch Armut tot zu kriegen. Auf jeden Fall kommen wir mit unserem kleinen internationalen Team, um einer Gemeinde vor Ort zu helfen. Bei diesem Missionseinsatz geht es vor allem darum, Gottes Liebe durch praktische Hilfe weiter zu geben: Wir bauen einen Spielplatz für Kinder. Natürlich werden wir zwischendurch auch ein Kinderprogramm anbieten. Von der moldawischen OM-Zentrale habe ich bereits ein Skript über geplante Spiele erhalten. Wir werden bei unterschiedlichen Pirvatpersonen aus der örtlichen Gemeinde übernachten. Es könnte sein, dass meine Gastfamilie kein fließendes Wasser oder keine im Haus integrierte Toilette hat. In den Unterlagen von OM Moldawien steht mit einem Smiley geschrieben, dass ich vielleicht auf dem Boden oder gemeinsam mit der Großmutter des Hauses in einem Bett übernachte.
In diesem Sinne - ab ins Bett, noch einmal Luxus genießen. In ungefähr elf Stunden geht es los!
Wow, die Zeit rennt...
