Samstag, 20. Juni 2009

Gott vertrauen?

An Bord referiert in diesen Wochen ein Professor von einer amerikanischen Universität über Kirchengeschichte. Christentum wäre heute undenkbar, wenn es nicht unzählige Menschen in der Vergangenheit gegeben hätte, die das (Lebens-)Risiko eingingen und ihr Vertrauen voll auf Gott setzten. So ist Unmögliches möglich geworden und bis heute konnten durch keine Macht der Welt weder die Bibel noch Jesu Nachvolger ausgerottet werden.

In wie weit ist Gott vertrauenswürdig? Durch verschiedene Menschen und Jesus hat er sich und seine Liebe offenbart; In seinem Wort, der Bibel, hat er eine Menge Versprechen gegeben gegenüber allen, die er seine Kinder nennt. Ich würde es als ziemlich vertrauenswürdig bezeichnen, dass er es durch Jesus grundsätzlich jedem ermöglicht, eine lebendige Beziehung mit ihm einzugehen und seine Vertrauenswürdigkeit selbst zu erfahren. Wer sich nicht darüber im Klaren ist ob es Gott wirklich gibt und ob sein Absolutheitsanspruch (Er ist der einzig wahre und lebendige Gott) ernst zu nehmen ist, dem gilt die freundliche Einladung es auszutesten.

Wer hat schon mal einen Faith Trip unternommen? Dabei handelt es sich um eine Unternehmung auf Vertrauensbasis, die ohne eine lebendige Beziehung zum "Vater" eigentlich nicht möglich bzw. sinnlos ist. Eine solche Unternehmung habe ich gerade hinter mir (in Hong Kong). Nur zwei Stunden reichten, um mich total zu begeistern und um neu aus der Beziehung zu Gott heraus inspiriert zu werden! Deswegen schreibe ich diese Zeilen. Detailerfahrungen eventuell in einem folgenden Logbucheintrag, per Mail oder in meinem Rundbrief.

Nochmal das das Wichtigste aus diesem Eintrag: Der Herr ist vertrauenswürdig, wers nicht ausprobiert verpasst das Beste! Es geht ums Leben. soli deo gloria!

Freitag, 29. Mai 2009

Sabbatwoche

Seit gestern läuft an Bord der Doulos alles anders. Eine Woche lang werden wir im Hafen Keelung in Taiwan vor Anker bleiben und dabei (fast) gar nichts tun! Eigentlich kaum vorstellbar. Aber doch: Anstatt täglich tausende Besucher in unserem zu Hause willkommen zu heißen, bleiben wir in diesen Tagen völlig unter uns um zu ruhen, Gemeinschaft zu haben und aufzutanken. Ausschlafen - Essen - Andacht - Freizeit. Das bedeutet einmal länger am Tisch sitzen zu bleiben statt zur Teambesprechung zu gehen und etwas spontan zu unternehmen anstatt einem Plan zu folgen. Das bedeutet über Vergangenes nachzudenken öfter auch mal gar nichts zu machen. Das bedeutet, an Gott abzugeben und von ihm zu empfangen. Diese Tage sind 100% zum Auftanken reserviert.

Für genug geistliche Nahrung sorgt der Gastredner Dr. Philip Lyn, ein Midiziner und Pastor aus Malaysia. Er ist so sympathisch wie er angekündigt wurde und der erste Vortrag heute Morgen war wirklich der Hammer. Es ist echt ein Privileg an Bord zu sein und so viele gute Predigten und Trainings zu erhalten. Wir sind gespannt auf seine Nachricht bzw. auf das, was Gott ihm ins Herz gelegt hat, denn wir beten schon lange dafür.

Ich will in diesen Tagen mal durch meine Fotos von den vergangenen Ländern gehen und eine kleine Auswahl online bereitstellen. Heute habe ich einen wunderschönen Spaziergang mit meinen deutschen Freunden durch enge Pfade zwischen Häusern der Stadt gemacht. Die Landschaft in Taiwan bzw. hier in Keelung/Taipei ist hügelig, sobald man sich vom Hafenbecken entfernt.

Dies ist nur eine von vielen unglaublichen Makroaufnahmen, die ich bisher mit meiner kompakten Fuji machen konnte.

Raupe in Taiwan.

Dienstag, 21. April 2009

IT-Büro und Bubble Tea

Es wird asiatischer... Gerade befinde ich mich in Kaohsiung, Taiwan. Fast keiner spricht hier Englisch! Wir haben über dreißig Übersetzer an Bord, die genau wie wir auf freiwilliger Basis im Buchladen und in allen Programmen aushelfen... In der Stadt liest sich alles in chinesischen Schriftzeichen, nur auf Straßenschildern stehen zusätzlich englische Namen.

Die ersten Wochen im Hafen habe ich für Bridget (Australien) im IT-Büro gearbeitet. Durch die Administrationsrechte konnte ich vieles tun und mich in die verschiedenen Systeme an Bord einloggen. Interessant war es vor allem mit unserem Onboard-Satelliten zu arbeiten.

Im Buchladen haben wir jetzt vier Flachbildschirme, auf denen Infos gezeigt werden! Eine sinnvolle Spende eines Taiwanesen! Ich habe die aus dem IT-Büro mitgenommen und bin nun für das System und die Schulung der anderen im Buchladen verantwortlich.

Dies ist meinem Team, mit dem ich ein Programm in einer jungen Studentengmeinde durchführte. Vier Leute meines Teams sind neue Crewmitglieder seit Februar. Kaitlyn (USA) hat Bubble Tea in der Hand. Das ist eiskalter Tee mit Milch und gelatineartigen Kugeln. Funktioniert nur mit dickem Strohhalm und schmeckt ziemlich gut! Das Getränk gibt es auch schon in anderen Ländern. Wann wird Deutschland von der Bubble Tea-Welle erreicht?