Freitag, 29. August 2008

Ready for take-off

Nach zehn Tagen Global Orientation (GO-)Conference in De Bron/Holland möchte ich mit diesem Logbucheintrag festhalten, dass mein Einsatz begonnen hat und es mir bisher ziemlich gut ergangen ist:-) Anders als ich es mir bisher vorgestellt hatte, kommen hier ca. 300 Mitarbeiter aus der ganzen Welt zusammen und nicht nur jene aus dem deutschsprachigen Raum. Nicht alle gehen in großen Teams, einige arbeiten auch nur zu dritt in der Fremde. Gerade für diese Mitarbeiter ist es gut zu sehen, dass sie nicht alleine sind. In Seminaren, Workshops, Predigten und Gebetszeiten geht es darum, sich auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

Ein großes Gewicht liegt auf Teamleben und interkultureller Verständigung, da viele in bunt gemischten Teams sehr eng zusammenarbeiten werden. Am intensivsten wird dies auf den Schiffen sein, denn hier lebt man Tag und Nacht auf kleinem Raum zusammen. Das Programm ist ziemlich straff, aber so gut durchgeplant und gestaltet, dass man die Lust nicht daran verliert. Dan und Suzie Potter (US) mit dem Künstlernamen Duzie lockern das Programm durch Lachmuskelmassage auf. Manchmal haben wir uns außerdem schief und krumm gelacht, weil aus den hinteren Reihen zwei Amerikaner zwischendurch ein unüberhörbar lautes "YEEEEAH!" einwarfen. Bei den vielen ernsten Inhalten sind es vor allem die Menschen hier, warum ich mich einfach nur wohl fühle.

Auf Englisch zu beten ist noch ganz ungewohnt. Apropos Gebet: Es ist einfach nur schön, wenn Leute, die sich vorher nicht kannten, zusammenstehen und füreinander oder miteinander beten; ein Foto aus meinem Online-Fotoalbum zeigt eine Inderin mit einem Amerikaner.

Am dritten Abend bin ich nach der Worshipzeit (worship = gesungenes Gebet) noch sitzen geblieben, um das Erlebte und Gehörte Revue passieren zu lassen. Nach einer Weile kam der Leadsänger, ein Mexikaner, auf mich zu und fragte, wie es mir gehe und was mich beschäftige. Ich hatte es mir nicht vorgenommen, aber es entwickelte sich daraus schnell ein für mich gutes und stärkendes Gespräch.

Gestern habe ich erfahren, dass OM Deutschland die DOULOS-Leute auf zwei Flüge aufgeteilt hat. Ich gehöre zu Gruppe zwei und fliege nicht wie ursprünglich gedacht über Kuala Lumpur (Malaysia), sondern habe meinen Zwischenstop in Honkong. Das ist ja auch nicht schlecht! :-)

Wenn wir in Australien beim Preshiptraining ankommen, werden wir keine oder nur wenige Möglichkeiten haben, ins Internet zu gehen. Außerdem ist das dortige Programm auch sehr straff geplant. Deshalb kann es sein, dass ich mich bis Ende September nicht schriftlich melde. Ich bin mir aber sicher, dass es eine gute Zeit werden wird. Bis dahin...

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