In meinem ersten Hafen, Geelong, kam ich während meiner Arbeit am gangway-out (Landungsbrücke, Begrüßung und Verabschiedung der Besucher) mit einem älteren Mann namens Klaus ins Gespräch. Nach kurzer Zeit merkte ich an seinem Englisch-Akzent, dass er ein Deutscher sein könnte. Tatsächlich - vor vielen Jahren ist er von Deutschland ausgewandert und lebt nun glücklich in der Nähe des Hafens.
In unserem Gespräch haben wir eine ganze Menge Gemeinsamkeiten herausgefunden. Ähnlich wie ich ist Klaus in seiner Jugend Christ geworden. So erzählte er mir einige Storys aus seinem Leben und war sichtlich erfreut, dass ich Ähnliches berichten konnte. "Ich wollte heute eigentlich gar nicht zum Schiff kommen, aber jetzt weiß ich, dass Gott unsere Wege absichtlich hat kreuzen lassen", meinte Klaus zum Ende des Gesprächs. Unsere Zeit miteinander ist für ihn eine ungeheuerliche Ermutigung gewesen.
Ich lud ihn auf ein gemeinsames Mittagessen im dining room für den nächsten Tag ein. So verbrachten wir erneut eine lange Zeit im Gespräch, wobei ein sehr großes Vertrauensverhältnis entstand. Es war faszinierend für mich zu sehen, dass sich zwischen Jung und Alt so eine starke Verbindung aufbauen kann. Wir erfuhren beide eine unheimliche Stärkung durch unseren Kontakt. Wie selbstverständlich beteten wir schließlich füreinander. Ein Gebetsanliegen, das ihm besonders auf dem Herzen lag, begleitet mich bis heute auf meiner Reise. Obwohl ich gerade schon im übernächsten Hafen (Fremantle) bin, denke ich weiterhin daran. Per Logbuch und E-mail bleiben wir weiterhin in Kontakt (Hi Klaus:-). Kürzlich erreichte mich auf diesem Weg das folgende Erinnerungsfoto:
