Donnerstag, 24. Dezember 2009

Weihnachten in Singapur

Wir liegen waehrend der Weihnachtstage in Vivo City, direkt gegenüber eines riesigen Einkaufshauses. Es sieht genau so aus wie auf dem Bild meines vorvorletzten Logbucheintrags. Traumhaft, unsere letzte offizielle Anlegestelle! Einige Leute der Besatzung habe ich schon verabschieden müssen; Sie sind schon heim gereist oder führen ihren Einsatz in anderen Teilen der Welt fort.

Wie und wann es bei mir weiter geht, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass ich fuer das Herunterfahren der IT-Systeme zuständig sein werde, denn der Rest des Teams reist früher ab.

Freitag, 20. November 2009

ENDE der Seefahrt!

SCHOCK LASS NACH: Wir stellen unseren Dienst ein!

Während wir im Trockendock umfassende Arbeiten am Schiff selbst und an unserem Equipment durchführten, untersuchten unabhängige Prüfer die Doulos für die anstehende Verlängerung unseres Passagierschiff-Zertifikates. Das Ergebnis: Wir können den Hafen Singapur nicht wieder verlassen!

Doulos im Trockendock

Ein Ausschnitt aus der offiziellen Pressemitteilung erklärt, warum diese Entscheidung vorgestern getroffen wurde: (übersetzt)

“Ersten Angaben zufolge würden die anstehenden Arbeiten über zehn Millionen Euro kosten und fünf Monate dauern. Das Leitungsteam von OM Ships und der Vereinsvorstand sehen es als unangemessen an, Ausgaben in dieser Höhe in das Schiff zu investieren, da der Dienst der Doulos zeitlich befristet sein würde.

Peter Nicoll, Geschäftsführer von OM Ships International sagt: „Das Ergebnis all dessen ist, dass es nicht möglich ist, den Dienst der Doulos fortzuführen. Keiner von uns hat das erwartet und es hat ernsthafte Konsequenzen für jeden an Bord, für diejenigen, die im Januar auf das Schiff kommen wollten und für die Häfen, die wir besuchen wollten.” (…)

Das Schiff mit den höchsten Schifffahrtsbedingungen konform zu halten, ist eine wesentliche Herausforderung der vergangenen Jahre gewesen. Dies ist ein bemerkenswertes Zeugnis an die Professionalität und Hingabe des technischen Personals der gemeinnützigen Organisation, sodass das Schiff bis heute alle Schifffahrtsbedingungen erfüllen konnte.

Geschäftsführer Peter Nicoll erklärt: „Wir anerkennen Gottes Treue während dieser 32 Jahre des wunderbaren Dienstes dieses Dieners – Doulos – als einen bemerkenswerten Teil von OM, mit über 600 besuchten Häfen in über 100 Ländern. Die Leben vieler, von Besuchern wie auch von Mitarbeitern an Bord, wurden grundlegend verändert.””

Ja, es kam überrascht, nicht nur für mich. Als Besatzung haben wir den Prozess hautnah miterlebt. Im Trockendock arbeiteten wir täglich zehn Stunden für die Zukunft des Dienstes der Doulos. Dauernd stand die Frage im Raum: Lohnt es sich, diese Arbeit noch auszuführen? Es gibt zwei Gründe dafür, trotzdem sein Bestes zu geben: Erstens könnte das historische Schiff für einen anderen Zweck gekauft werden und zweitens freut sich Gott, wenn wir unserer Verantwortung gerecht werden, die er uns übertragen hat.

An meinem Einsatz wird sich nun viel ändern. Mehr Informationen dazu bald hier…

Donnerstag, 12. November 2009

IT im Trockendock

Jay (S. Korea) und Daniel Alle Jahre wieder… Wir fahren ins Trockendock! Ist das nicht wunderbar: Dieses Jahr bin ich an Bord während wir im Trockenen stehen und die alte Dame pflegen. Ja, die Doulos ist 95 Jahre alt, was sie zum Publikumsmagneten macht, aber sie will auch gepflegt werden.

Dieses Jahr werden auch wieder Inspektionen durchgeführt. Es geht darum, unser Passagierschiff-Zertifikat nocheinmal verlängert zu bekommen. Es läuft im Semptember 2010 ab, zum offiziellen Enddatum meines Einsatzes.  Wegen der Arbeit am Schwesterschiff Logos Hope ist noch kein Ersatz für die Doulos gefunden worden.

Was wird an Bord gemacht? Eine ganze Menge: Zum Beispiel muss die Schule abgebaut werden, um den zu dünn gewordenen Metallboden zu erneuern. Die Rettungsboote, Stromgeneratoren und der Buchladen bekommen eine Generalüberholung, Rohre werden ausgetauscht und in der IT-Abteilung können wir endlich wieder Aufgaben erledigen, die schon Lange überfällig sind. Das ist überhaupt DER Grund meiner Begeisterung: Endlich können wir für langfristigere Verbesserungen arbeiten, anstatt täglich Probleme zu beheben. Im normalen Doulos-Alltag ist unser fünfköpfiges Team viel zu beschäftigt mit der Unterstützung unserer Büros und der vielen Benutzer, die täglich vorbei schauen.

Die Informationstechnik ist für unsere Operation von zentraler Wichtigkeit, weil die Computer zum essentiellen Arbeitsmaterial geworden sind. Nichts geht mehr ohne…

Reparatur Kassensystem BuchladenDieses Foto zeigt mich bei der Reperatur des Kassensystems vom Buchladen, ich habe es provisorisch in einem leeren Büro aufgebaut und suche nach der Ursache, warum auf einem der Systeme die Kreditkaten nicht funktionieren. Liegt es am Kartenleser, einer Softwareeinstellung, dem Netzwerk oder etwa an unserem Server?